Das Verwaltungsgericht hat Ihre Klage gegen die Verpflichtung, das französische Hoheitsgebiet zu verlassen, abgewiesen. Das ist ein harter Schlag — aber es ist nicht zwingend das Ende der Rechtswege. Hier erfahren Sie ruhig und sachlich, was noch möglich ist, welche Fristen wichtig sind und welche Fehler teuer werden können.

⚠️ Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und stellt keine Rechtsberatung dar. Jeder OQTF-Fall ist einzigartig und die Fristen sind kurz: Wenden Sie sich so schnell wie möglich an einen Anwalt für Ausländerrecht (die Prozesskostenhilfe kann dessen Honorar übernehmen) oder an eine kostenlose Beratungsstelle einer gemeinnützigen Organisation.

1. Die Berufung beim Verwaltungsgerichtshof

Das Urteil des Verwaltungsgerichts kann beim Verwaltungsgerichtshof angefochten werden. Die Frist beträgt grundsätzlich einen Monat ab Zustellung des Urteils — das ist das Erste, was Sie in Ihrem Zustellungsschreiben überprüfen sollten. Zwei wesentliche Punkte: Die Berufung hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (die OQTF bleibt während des Verfahrens vollstreckbar), und die Vertretung durch einen Anwalt ist erforderlich. Wenn Ihre finanziellen Mittel begrenzt sind, stellen Sie unverzüglich einen Antrag auf Prozesskostenhilfe: Sie kann die Berufungsfrist für die Dauer der Anwaltsbestellung unterbrechen.

2. Die Überprüfung des Asylantrags

Wenn seit der Entscheidung des OFPRA oder der CNDA neue Elemente aufgetaucht sind — eine Veränderung der Lage in Ihrem Herkunftsland, neue Sie betreffende Tatsachen, Beweise, die Sie zuvor nicht vorlegen konnten — kann ein Überprüfungsantrag gestellt werden. Achtung: Die Voraussetzungen sind streng (das Element muss wirklich neu und geeignet sein, die Beurteilung zu ändern), und ein offensichtlich unbegründeter Überprüfungsantrag bietet nicht denselben Schutz gegen Abschiebung wie ein Erstantrag.

3. Die Regularisierung auf einem anderen Wege zu einem späteren Zeitpunkt

Eine kürzlich ergangene OQTF erschwert jeden unmittelbaren Antrag auf einen Aufenthaltstitel erheblich. Doch die Situation kann sich ändern: Aufenthaltsdauer, Schulbesuch der Kinder, Arbeit, familiäre Bindungen, Gesundheitszustand ... Mit der Zeit können sich Wege zur Aufenthaltserlaubnis öffnen. Ein Anwalt kann einschätzen, was in Ihrem Fall realistisch ist und in welchem Zeitrahmen — und vor allem können Sie so vermeiden, einen zum Scheitern verurteilten Antrag zu stellen, der den nächsten Antrag schwächen würde.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Lassen Sie keine Frist ungenutzt verstreichen (einen Monat Berufungsfrist, Frist zur freiwilligen Ausreise); bewahren Sie eine datierte Kopie jedes Dokuments und jeder Sendung auf; verlassen Sie sich nicht auf kostenpflichtige „Ratschläge" von Nichtfachleuten in sozialen Netzwerken; und ändern Sie Ihre Adresse nicht, ohne den Empfang Ihrer Post sicherzustellen — die meisten Fristen beginnen mit der Zustellung.

Wo Sie sofort Hilfe finden

Kostenlose Beratungsstellen: La Cimade, das GISTI, die Rechtsauskunftsstellen in Ihrer Stadt sowie kostenlose Beratungen der Anwaltskammer. Für einen Anwalt: Beantragen Sie Prozesskostenhilfe beim Prozesskostenhilfebüro des Gerichts — das ist ein Recht, keine Gunst.

Häufig gestellte Fragen

Hat die Berufung aufschiebende Wirkung für meine OQTF? Grundsätzlich nicht. Genau deshalb muss schnell gehandelt und rechtlicher Rat eingeholt werden.

Darf ich in der Zwischenzeit arbeiten? Eine vollstreckbare OQTF lässt dies nicht zu; da jede Situation ihre Besonderheiten hat, klären Sie dies mit Ihrem Rechtsbeistand.

Ist ein neuer Asylantrag möglich? Nur im Rahmen einer Überprüfung, mit neuen Elementen, die strenge Kriterien erfüllen.


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